Aktuelles von der Löschgruppe Rhöndorf

B2-SONSTIG Drachenfelsstraße Bad Honnef / Rhöndorf – Übung am Ziepchesplatz
Alarmierte Einheiten: Löschgruppe Rhöndorf
Am Mittwoch, den 15.11.2017, gegen 19 Uhr, wurden die Kameraden der Löschgruppe Rhöndorf mit dieser Meldung zu einem Einsatz am Ziepchesplatz alarmiert. Die gemeldete Lage war eine unklare Rauchentwicklung im Ortskern.

Unmittelbar machte sich die Löschgruppe Rhöndorf auf den Weg. Die Alarm- und Ausrückeordnung (AAO) sieht in diesem Fall vor, dass die Wehrleute mit dem MLF als erstes ausrücken. Das Fahrzeug verfügt über eine Staffelkabine für 7 Kameraden und allem, was man für einen effizienten Löschangriff benötigt. Weitere Kräfte machten sich im Anschluss mit dem ELW (Einsatzleitwagen) und dem MTF (Mannschaftstransportfahrzeug) auf den Weg, um die Kameraden vor Ort zu unterstützen.

Da sich die unklare Meldung als Gebäudebrand mit einer vermissten Person in einer Bäckerei herausstellte, wurde sofort die Alarmstufe erhöht und die ersten Maßnahmen eingeleitet. Ein Lagerraum stand in Flammen, eine Person wurde in der verrauchten Backstube vermisst. Der erste Angriffstrupp ging zur Menschenrettung vor, ein zweiter folgte nach dem Eintreffen weiterer Kräfte und begann mit der Suche über einen anderen Zugangsweg. Auch von außen wurde ein Löschangriff gestartet um eine Ausbreitung auf weitere Gebäudeteile zu verhindern. Somit waren insgesamt 3 C-Rohre im Einsatz.

Besonderes Augenmerk mussten die Kameraden und der Einsatzleiter auf die besonderen Gefahren einer Bäckerei legen. Einerseits gab es die große Gefahr der Brandausbreitung, da das Gebäude sehr verwinkelt gebaut ist und zum großen Teil aus altem Fachwerk besteht. Die Holzkonstruktion kann schnell komplett in Brand geraten und die Flammen auf Nachbargebäude übergreifen. Andererseits besteht die hohe Gefahr einer (Mehl-) Staubexplosion. Es war also höchste Aufmerksamkeit geboten. Schnell konnte die gesuchte Person in Sicherheit gebracht und der Brand unter Kontrolle gebracht werden.

Sehr gefreut hat uns, dass bei dieser Übung auch die neuen Kameradinnen und Kameraden teilgenommen haben, welche durch intensive Werbung seit Jahresbeginn den Weg zu uns gefunden haben. Alle wurden bereits voll eingebunden und mussten ihr bis dahin erlerntes Wissen in der Praxis umsetzen.
Aktuell gibt es in der Löschgruppe Rhöndorf 22 aktive Mitglieder, davon 3 Frauen. Trotz der Neuzugänge sind wir natürlich weiterhin auf der Suche nach Interessenten. Unsere Türen stehen offen.

Die Übung war ein voller Erfolg. Letztendlich kam auch die Verpflegung der Kräfte nicht zu kurz. Der Inhaber des Übungsobjektes, Peter Profittlich, ließ es sich nicht nehmen, die Kameraden mit leckerem aus der hauseigenen Küche zu versorgen.

Bilder: Freiwillige Feuerwehr Bad Honnef

 

 

Ob verunfallter Radfahrer, gestürzter Wanderer oder Besucher ohne Orientierungssinn - Es gibt verschiedene Gründe, weshalb Feuerwehr und Rettungsdienst im Wald unterwegs sein müssen. Da man aber in Notsituationen oft nicht genau weiß wo man sich im Wald befindet, wurden in den vergangenen Wochen an festgelegten Punkten im Siebengebirge Hinweistafeln, so genannte Notfallrettungspunkte, montiert.

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Am Samstag, den 24.10.15, erfolgte dies auch mit den Hinweisschildern, welche sich im Ausrückebereich der Löscheinheit Rhöndorf befinden. Dazu mussten alle Notfallpunkte von den Kameraden aufgesucht und die Schilder an Schutzhütten oder Hinweistafeln angebracht werden.

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Zeitgleich wurden von weiteren Kameraden die Hütten und Plätze von liegengelassenem Müll und Unrat befreit. Ebenso ergaben sich interessante Gespräche mit Wanderern, welchen man direkt den Umgang mit den Notfallpunkten erläutern konnte.

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Die Schilder sind mit ihrer roten Umrandung gut im Wald zu erkennen. Nennt ein Hilfesuchender beim Notruf die dort aufgedruckte Nummer, kann die Rettungsleitstelle den genauen Ort des Anrufers feststellen und die nächstgelegene Einheit zu diesem Punkt schicken. Am Notfallrettungspunkt treffen dann der Anrufer und die Einsatzkräfte zusammen und können, ohne großes Suchen, zum eigentlichen Unfallort gelangen.

Diese Schilder tragen somit zur Beschleunigung der Rettungskette bei und erhöhen die Sicherheit auf den über 200 km Wanderwegen, welche das Siebengebirge durchziehen.

Text/Fotos: LE Rhöndorf