Der heiße und trockene Sommer 2018 und die auch in diesem Jahr anhaltende Trockenheit sorgen im Rhein-Sieg-Kreis für eine erhöhte Gefahr von größeren Wald- und Vegetationsbränden. Durch einen zusätzlichen Borkenkäferbefall sind die Nadelwälder zusätzlich geschwächt, so dass sich das Risiko für Waldbrände nochmal erhöht. Dem will der Kreis mit einer neuen Alarm-Bereitschaft „Waldbrand“ entgegentreten.

„Die seit dem Frühjahr immer häufiger auftretenden Wald- und Vegetationsbrände beschäftigen die Feuerwehren im Kreisgebiet bereits erheblich“, sagte Landrat Sebastian Schuster bei der Präsentation der neuen Alarm-Bereitschaft.

Seit April 2019 gab es im Rhein-Sieg-Kreis 14 Waldbrände. Alleine im Juli 2019 wurden 45 Flächen- und Vegetationsbrände gezählt. „Die Feuerwehr stellt sich fortlaufend auf neue technische oder natürliche Gefahren ein, nun auch auf die Folgen vermehrt auftretender Trockenheit“, ergänzt Kreisbrandmeister Dirk Engstenberg. 

Bislang standen für die überörtliche Hilfe elf Alarmgruppen und zwei Alarmzüge zur Wasserbeförderung zur Verfügung. Diese kommunalen Einheiten werden zukünftig durch eine Alarmbereitschaft zur Waldbrandbekämpfung ergänzt. Denn ab einer gewissen Größe von Bränden reichen die sofortigen Hilfeleistungen der Nachbarkommunen nicht mehr aus – die neue Alarm-Bereitschaft ist eine Einsatzeinheit mit insgesamt 14 Fahrzeugen und 60 Einsatzkräften.  

Das Modul 4 „Technische Hilfeleistung“ der Grundausbildung ist zu Ende.
Wir freuen uns, dass wir wieder sieben Kameradinnen und Kameraden haben, die nun mit der abgeschlossenen Grundausbildung ihre Einheiten bereichern.

Vom 31. Mai bis zum 22. Juni fand in Aegidienberg das letzte Regelmodul der Grundausbildung statt. Gewohnt spannend und interessant wurde im Bergbereich alles gelehrt, was zum Grundwissen der technischen Hilfeleistung gehört. Neben dem allseits bekannten Zerlegen von Fahrzeugen, sind auch Fertigkeiten beim Heben von Lasten und der Sicherung gegen Bewegung von Gegenständen gefragt.

Kraft ist eben nicht alles. Das richtige Werkzeug richtig einzusetzen, das ist der Schlüssel zum Erfolg. Aus diesem Grund wurde nicht nur mit Schere und Spreizer ein Fahrzeug zerlegt, sondern mit dem gleichen Werkzeug ein rohes Ei transportiert.

Heben, Ziehen und Sichern von schweren Gegenständen ist eine besondere Herausforderung. Gegenstände, die man hebt, muss man gleichzeitig gegen das Wegrutschen sichern. Dabei ist Gruppenarbeit und Schwarmintelligenz gefragt. Feuerwehr ist eben nichts für Einzelgänger.

Wir gratulieren den Kameradinnen und Kameraden herzlich zum Bestehen der Prüfung.
Unser Dank gilt an dieser Stelle erneut der Freiberg GmbH. Wieder konnte ein Grundlehrgang auf dem Firmengelände mit einem gestellten Auto üben. Nur so wird aus Theorie Praxis.

Für mehr Respekt gegenüber Rettern, Helfern und Beschützern schließen sich Feuerwehren, Rettungsdienste, Ordnungsbehörden, Technisches Hilfswerk und Polizei in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis zusammen.

Heute trafen sich Vertreter alle Bad Honnefer Hilfsorganisationen, der Polizei, des Ordnungsamtes und der Stadt. Grund war die kreisweite Kampagne "RESPEKT - Bonn/Rhein-Sieg"

Ob hauptberuflich oder im Ehrenamt: Wehrleute, Rettungskräfte, Polizisten oder Mitarbeiter der Ordnungsämter retten, helfen, schützen und gewährleisten die notwendige Ordnung. Dabei riskieren sie mitunter auch ihre Gesundheit oder ihr Leben. Nun fordern sie gemeinsam den notwendigen Respekt für ihre tägliche Arbeit zum Wohle aller Menschen in der Gesellschaft ein. Was viele dieser Männer und Frauen aber tagtäglich erleben ist schlicht Respektlosigkeit. Polizisten und Ordnungsamtsmitarbeiter werden bespuckt, angegriffen und beleidigt.

Anordnungen oder Weisungen werden häufig nicht akzeptiert oder einfach nicht beachtet. Immer wieder sind davon auch Feuerwehrleute, Rettungsdienstmitarbeiter und Notärzte betroffen. Der große Teil der Gesellschaft in der Region Bonn/Rhein-Sieg sieht in Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und den Ordnungsämtern die helfende Hand, den Lebensretter und den Helfer in der Not. Teile der Gesellschaft fühlen sich allerdings durch die tägliche, wichtige Arbeit in ihrer persönlichen Freiheit eingeschränkt, und sei es nur, weil ein Umweg wegen einer Unfallsperrung, als eine staatliche Unverschämtheit oder behördliche Willkür empfunden wird, gegen die man sich wehren muss. Dabei geht es in unserem Job für die Gesellschaft nicht selten um die Rettung von Menschenleben, die Hilfeleistung für Verletzte, Strafverfolgung und die Abwehr von Gefahren, von denen jeder Mensch einmal betroffen sein könnte und selbst auf Hilfe angewiesen wäre. Wer schon das Martinshorn eines Notarztwagens oder den Lärm eines Rettungshubschraubers als Ruhestörung empfindet, der sollte sich überlegen, worum es in so einem Einsatz geht. Es ist dringend notwendig, den Respekt einzufordern, den Retter und Helfer, die sich tagtäglich zum Wohle aller Menschen in dieser Gesellschaft engagieren, verdient haben.

Auf Initiative der Polizei Rhein-Sieg-Kreis haben sich der Landrat und Polizeichef des Rhein-Sieg-Kreises, Sebastian Schuster, die kreisangehörigen 19 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, der Oberbürgermeister der Stadt Bonn, Ashok Sridharan, die Bonner Polizeipräsidentin, Ursula Brohl-Sowa, sowie die Verantwortlichen von Malteser Hilfsdienst, Deutsches Rotes Kreuz und dem technischen Hilfswerk zu einer gemeinsamen Kampagne für mehr Respekt gegenüber Polizei und Rettungskräften zusammengeschlossen. All diese Menschen leiten und vertreten die beteiligten Organisationen in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis. Gemeinsam wollen sie das Thema in die öffentliche Diskussion bringen. Sie setzen sich dafür ein, dass die Bürgerinnen und Bürger in der Region wieder respektvoller miteinander und besonders mit Ihnen, den Frauen und Männern "unter Blaulicht", umgehen. Daher steht schon in dem gemeinsamen Logo das Motto "Respekt - Bonn/Rhein-Sieg".