Auch in diesem Jahr startet das Wetter wieder sehr trocken in die Saison. In den vergangenen Wochen hatten wir bereits mehrfach für den Waldbrandgefahrenindex (WBI) die Warnstufe 3 von 5. Beim Graslandfeuerindex (GLFI) sogar schon die Stufe 4 von 5. Die Wetterexperten rechnen dieses Jahr wieder mit einem sehr warmen und trockenen Sommer. Die Warnstufen werden also sicher sehr bald höher steigen.

Die letzten Wochen haben im Rhein-Sieg-Kreis bereits Vorboten für die warme Jahreszeit gebracht, die ersten, zum Glück noch kleineren, Waldbrände mussten gelöscht werden.

Auch wenn in den kommenden Tagen ein wenig Regen auf dem Programm der Meteorologen steht, so ist das noch lange keine Entwarnung. Ein wenig Niederschlag kann die Gefahr nur kurzzeitig reduzieren.

Aus diesem Grund haben wir einige Hinweise für die kommende Zeit zusammengestellt:

  • Im Wald herrscht zwischen März und Oktober absolutes Rauchverbot.
  • Kein offenes Feuer oder Grillen im und am Wald à Abstand halten!
  • Waldzufahrten freihalten, damit die Feuerwehr im Ernstfall auch zum Brandort kommt.
  • PKWs nicht im hohen Gras abstellen, die Wärme der Auspuffanlage kann einen Brand verursachen.
  • Keine Zigaretten aus dem Auto werfen.
  • Aufmerksamkeit im Wald. Sofort die 112 anrufen, wenn man ein Feuer entdeckt. Die Waldrettungspunkte können dabei als Orientierungshilfe dienen.
  • Aufpassen mit gasbetriebenen Unkrautvernichtern. Hecken fangen sehr schnell Feuer.
  • Die Gefahr besteht nicht nur im Wald, sondern auch auf Wiesen, Feldern und an Böschungen.


Da eine Orientierung im Wald durchaus schwierig ist, empfehlen wir allen Waldbesuchern, nutzen Sie die Waldrettungspunkte als Orientierungshilfe. Wenn Sie die auf dem Schild angegebene Zahlenkombination (z.B. 12-028) bei Ihrem Anruf weitergeben, können die Einsatzkräfte sofort bis zu diesem Punkt navigieren. Die „12“ steht dabei für Bad Honnef, die „028“ ist eine laufende Nummer. Für jeden Waldrettungspunkt in unserem Stadtgebiet existieren genaue Anfahrtsangaben, sodass die Löschfahrzeuge auf dem schnellsten Weg zur Einsatzstelle kommen können. Auf diese Weise findet auch der Rettungsdienst bei einem medizinischen Notfall Ihren Standort sehr schnell.

Die Freiwillige Feuerwehr Bad Honnef übt regelmäßig für alle möglichen Szenarien. So auch für den Waldbrand. Dabei geht es um Löschtechniken und den Wassertransport in den Wald. Lange Wegestrecken mit Schläuchen und Pumpen oder Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen sind dabei die Lösung. Eine Nutzung natürlicher Wasservorkommen, also Teiche, Seen und Bäche, ist kaum möglich, da diese in den warmen Sommermonaten kaum noch Wasser führen.

Pressemitteilung der Stadt Bad Honnef und der Freiwilligen Feuerwehr Bad Honnef

Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Bad Honnef wird ab sofort nicht mehr über Sirenen alarmiert. In den vergangenen Jahrzehnten wurde die althergebrachte Alarmierung per Sirene durch Funkmeldeempfänger ergänzt. Nun ersetzen die digitalen Melder die akustische Sirenenalarmierung vollständig. Die im Stadtgebiet angebrachten Sirenen bleiben erhalten und werden fortan ausschließlich zur Alarmierung und Warnung der Bevölkerung genutzt. Damit folgen die Feuerwehren im Rhein-Sieg-Kreis den aktuellen Empfehlungen der Expertenkommissionen im Landesinnenministerium und im Verband der Feuerwehr NRW.

Sowohl bei Einsätzen der Feuerwehr Bad Honnef als auch bei den bisherigen Probealarmen der Feuerwehralarmierung an Samstagen bleiben die Sirenen im Stadtgebiet nun stumm. Unbetroffen davon sind besondere Einsatzlagen, die eine Warnung der Bevölkerung notwendig machen, dann kann die Sirene weiterhin ausgelöst werden, erklärt Björn Haupt, Pressesprecher der Feuerwehr Bad Honnef: „Das sind Lagen, die sehr selten vorkommen. In Bad Honnef war dies zuletzt beim Großbrand an St. Josef der Fall, als die Bevölkerung vor der Rauchentwicklung gewarnt und vorsorglich zum Schließen von Fenstern und Türen aufgefordert wurde.“ Dann läuft die Sirene mit einem einminütigen, auf- und abschwellenden Heulton. Gleichzeitig werden Warnungen über die digitalen WarnApps NINA und KatWarn sowie ggf. über das Lokalradio (Radio Bonn/Rhein-Sieg bei 97,8 MHz oder 99,9 MHz) verbreitet.
Ist die Gefahr vorüber, erfolgt eine Entwarnung mit einem einminütigen, gleichbleibenden Heulton.


Mit diesem Sirenensignal wird die Bevölkerung vor möglichen Gefahren gewarnt. Grafik: Rhein-Sieg-Kreis

Mit diesem Sirenensignal wird die Warnung der Bevölkerung aufgehoben. Grafik: Rhein-Sieg-Kreis

Es kann auch in Zukunft vorkommen, dass die bisherige und nun deaktivierte Feuerwehr-Sirenenalarmierung – ein gleichbleibender Dauerton von einer Minute, der zwei Mal unterbrochen wird – zu hören ist: aufgrund der räumlichen Nähe zu den Kommunen Unkel, Rheinbreitbach und Rolandseck, in denen die Feuerwehr weiterhin per Sirene alarmiert wird, kann deren Sirenenalarmierung auch in Bad Honnef gehört werden.

Werden die Warnsirenen im Stadtgebiet ausgelöst, ist ein einminütiger, auf- und abschwellender Dauerton zu hören. Dieses Warnsignal bedeutet Gefahr und Bürgerinnen und Bürger sollten folgende Hinweise beachten:

  • Ruhe bewahren
  • geschlossene Räume aufsuchen
  • Fenster und Türen schließen, Klima- und Lüftungsanlagen abstellen
  • WarnApps NINA und KatWarn prüfen und angezeigte Verhaltenshinweise befolgen
  • Radiogeräte einschalten (Radio Bonn/Rhein-Sieg Frequenzen 97,8 MHz oder 99,9 MHz)
  • auch auf Lautsprecherdurchsagen von Feuerwehr, Polizei und Ordnungsamt achten
  • nur im Notfall anrufen: 110 (Polizei) oder 112 (Feuerwehr/Rettungsdienst)

Der Jahresbericht 2021 der Freiwilligen Feuerwehr Bad Honnef ist nun verfügbar.
Er beinhaltet Informationen über unsere Feuerwehr, die Einsätze, das Personal und eine Reihe Statistiken.
Bei Interesse einfach den unten aufgeführten Link anklicken, er leitet weiter in unseren Downloadbereich.

Viel Spaß beim Lesen!

Downloads:
Jahresbericht 2021
Datum-54Dienstag, 11. Januar 2022 07:40
Dateigröße-54 7.28 MB
Download-54 198