Am 02.April fand in Aegidienberg eine Weiterbildung für die Freiwillige Feuerwehr Bad Honnef im Bereich der technischen Hilfeleistung statt. Insgesamt 18 Kameraden der Wehr nahmen an diesem Seminar der S-Gard Safetytour teil. 

Hauptthema dieses Aufbaumoduls, das erste fand im September 2020 statt, waren die alternativen Antriebe in Fahrzeugen. Dabei ging es dieses Mal nicht um eventuelle Herausforderungen bei der Brandbekämpfung, sondern um Besonderheiten beider technischen Rettung. Wie werden Fahrzeuge mit alternativen Antrieben erkannt?
Selten steht auf der Karosserie, dass dies ein E-Auto, Gasantrieb, Verbrenner usw. ist. In jedem einzelnen Fall gibt es aber bei der technischen Rettung Besonderheiten, die beachtet werden müssen. 
Aus diesem Grund startete das Seminar mit einem halben Tag Theorie, in der eben die Unterschiede, Erkennungsmerkmale und jeweiliges Vorgehen erläutert wurden.

Die zweite Tageshälfte war dann die Praxis, allerdings dann allgemein gehalten. Denn gerade bei der technischen Hilfe gibt es in der Regel eine Vielzahl an möglichen Wegen zur Rettung.
Und je mehr Auswahl / Erfahrung die Feuerwehr hat, desto optimaler kann im Einsatz der beste Weg ausgesucht werden. 

Durchgeführt wurde das Seminar erneut durch den Dienstleister S-GARD, mit dem in den vergangenen Jahren auch im Bereich der Realbrandausbildung sehr erfolgreich gearbeitet wurde. 
Bedanken möchten wir uns besonders bei der Firma HACK Schwerlastservice, auf deren Gelände in Windhagen der praktische Teil des Seminars durchgeführt werden konnte. 

Die Feuerwehr Bad Honnef freut sich über ein ausgesprochen gelungenes Seminar. Wir waren und sind sehr gut auf alle möglichen TH-Einsätze vorbereitet.

 

Am Mittwoch gab es in einer für Fahrzeuge genutzten Halle in der Lohfelder Straße bei Arbeiten mit Gas eine Explosion. So sah die erste Information für die Einsatzkräfte des Löschzuges Bad Honnef am letzten Übungsabend in diesem Jahr aus. Gemäß der Ausrückeordnung rollten die besetzten Fahrzeuge von der Wache in der Selhofer Straße los. Vor Ort folgten durch Beteiligte erste zusätzliche Informationen. Neben dem offensichtlichen Feuer in der Halle wurden 3 weitere Personen noch vermisst. Die Einsatzkräfte mussten also zur Menschenrettung vorgehen. Unter Atemschutz bahnten sich zwei Angriffstrupps bei nahezu Nullsicht den Weg durch eine Halle, um die vermissten Personen zu suchen. Dabei stießen sie auf Gasflaschen und entdeckten auch einen ausgedehnten Brand. Auch von der Rückseite konnte ein Zugang zum Gebäude geschaffen werden und so hier ein dritter Trupp losgeschickt werden. Nach einigen Minuten intensiver Suche mit Wärmebildkameras wurden die Personen gefunden, ins Freie gebracht und hier medizinisch versorgt. Nun stand der zweite Teil des Einsatzes an, die Bergung der Gasflaschen aus dem Gefahrenbereich und natürlich das Löschen des Brandes. 
Insgesamt etwa 1,5 Stunden dauerte es, bis die Gefahr gebannt war und zum Abschluss die Hallen mit Überdrucklüftern entraucht wurden. 

Unbekannte Gebäude und Gelände, unklare Aussagen von Beteiligten, unübersichtliche Situationen im Gebäude, der Zeitdruck bei der Menschenrettung, all das sind Dinge, mit denen die Einsatzkräfte jederzeit routiniert umgehen müssen. Aus diesem Grund werden auch die Übungen möglichst realitätsnah aufgebaut. 

Wir bedanken uns sehr beim Circus Comicus e.V. und der Buccara Rhein Meile GmbH, dass wir in den Hallen und auf dem Gelände diese Übung abhalten durften.

Der Löschzug Aegidienberg hat seine Abschlussübung 2021 erfolgreich absolviert.

Wie jedes Jahr endet die Übungssaison mit einer letzten, in der Regel fordernden Übung für die jeweilige Einheit. Dabei wird gerne auch mal nicht alltägliches geübt.
Eine große Herausforderung ist die Vielfalt an unterschiedlichen Gefahrenlagen, mit denen unsere Wehr und jede einzelne Einheit konfrontiert wird. Neben verschiedenen Verkehrswegen, Sondergebäuden und Gewässern, hat Bad Honnef einen wunderschönen Stadtwald. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass sich die Zahl der Einsätze in eben diesem Gebiet stetig erhöht. Grund genug, dass bei dieser Übung ein solches Szenario gewählt wurde. 

Einsatzmeldung für den Löschzug Aegidienberg: Unfall eines Waldarbeiters. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte stellte sich sehr schnell heraus, dass tatsächlich zwei Personen betroffen waren. Eine Person hatte sich mit der Kettensäge massiv in ein Bein geschnitten und lag im Hang. Eine zweite Person wurde von einem umfallenden Baum getroffen und von diesem am Boden eingeklemmt. Es galt nun, die Patienten zu versorgen und sicher aus dem Hang zu retten. Dabei muss ganz besonders auf die Eigensicherung der Einsatzkräfte geachtet werden. So seilten sich mehrere Kameraden zu den Patienten ab, versorgten diese medizinisch im Rahmen der Ersten Hilfe und bereiteten die Rettung vor. Mit vereinten Kräften wurden die Personen dann den Berg hochgezogen und dem Rettungsdienst übergeben.