Rhein-Sieg-Kreis (ke) – Ein ICE kommt bei der Fahrt von Frankfurt nach Köln im Tunnel Rottbitze zum Stehen. In der Leitstelle gehen die ersten Notrufe ein. Der Zug würde brennen, im Tunnel sei überall Rauch und außerdem gebe es Verletzte, melden die Anruferinnen und Anrufer. Das war das Szenario für die ICE-Übung am vergangenen Wochenende. Rund 180 Einsatzkräfte probten unter dem Kommando von Kreisbrandmeister Dirk Engstenberg den Ernstfall.

Unter schwerem Atemschutz kämpften sich die Einheiten durch den knapp einen Kilometer langen Tunnel, um die Verletzten – in der Übung fünf lebensgroße Puppen – zu retten und den entstehenden Brand am Zug zu löschen, der bei Bahnkilometer 45,2 liegen geblieben war. Das machten sie fachmännisch und routiniert, wie Übungsleiter Dirk Engstenberg bestätigte: „Unsere ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen sind hoch professionell und motiviert. Sie garantieren schnelle und optimale Hilfe im Ernstfall.“

Doch nicht nur die Einsatzkräfte „übten“ gemeinsam, auch die Einsatzleitung – bestehend aus Führungskräften der kreisangehörigen Feuerwehren und der Deutschen Bahn sowie Fachberaterinnen und –beratern der Hilfsorganisationen – erhielt eine Stabsrahmenübung, in der einsatztaktische Entscheidungen überprüft wurden. „Die neue Einsatzkonzeption hat sich bewährt. Die Einsatzkräfte konnten Hand in Hand arbeiten“, so das positive Fazit des Übungsleiters. Auch die Zusammenarbeit mit dem Notfallmanager der Deutschen Bahn funktionierte reibungslos und vertrauensvoll.

Heute stand eine besondere Übung der technischen Hilfeleistung an. Die Freiwillige Feuerwehr Bad Honnef hat spezielle Ausrüstung, um bei Unfällen Straßenbahnen anzuheben und Menschen zu retten. Der Umgang mit dieser Technik und die Handhabung der Schienenfahrzeuge im Einsatzfalle wurde geübt. Unterstützt wurden wir dabei von einem Ausbilder der Stadtwerke Bonn und Kameraden der Berufsfeuerwehr Bonn. Vielen Dank an alle! Es war ein beeindruckender Tag.

 

Das schöne Wetter muss man nutzen....das dachte sich auch die Jugendfeuerwehr und nutze den Tag für eine Nassübung. 
Es ist keine Kleidung - und auch kein Betreuer - trocken geblieben und zum Ferienende hatten alle nochmal Riesenspaß.